Allgemeine Organisation

Stiftungsadresse und Verwaltungssitz der Stiftung Markstein ist weiterhin

Stiftung Markstein – Menzelstr. 7, 12157 Berlin.

Die Stiftung hat zunächst notwendige organisatorische Voraussetzungen und Arbeitsbedingungen für die praktische Arbeit – wie Telefon, EmailAdresse und vorläufige Web- Seite geschaffen. Weitere Verbündete wurden gesucht und gefunden. Viele Vorschläge für Web – Inhalte, ein Logo und Briefkopf wurden diskutiert und müssen noch zu einem guten Ende kommen.

Die relativ „junge Stiftung“ suchte den Gedankenaustausch mit anderen Organisationen mit ähnlichen Zielen wie der Bürgerstiftung Berlin, dem Verein „WeCan – Schüler(n) helfen e.V. mit Sitz in Ueckermünde und „ShS-Kids“ in Oberaudorf bei Nürnberg. Darüber hinaus nahmen Stiftungsmitglieder an Stiftungstreffen und Informationsmärkten teil.

Der Vorstand der gemeinnützigen Stiftung Markstein besteht aktuell aus 4 Personen:

  • Karin von Schlieben-Troschke, (Vorsitzende)
  • Hans Markert, (stellv. Vorsitzender)
  • Christiane Schweising,
  • Fritz Krause-Uhl,

Vorstandssitzungen haben am 16. Februar, 21. März, 6. Juni und 21. November 2012 stattgefunden.

Das Kuratorium bestand bis zum Jahresende aus 3 Personen:

  • Jörg Borchardt, (Vorsitzender)
  • Heidi Hanf, (stellv. Vorsitzende)
  • Frieda Gemm Wolbrandt

Kuratoriumssitzungen haben am 16. Februar, 21. März, 6. Juni und 21. November 2012 stattgefunden.

Zum Projekt ShS (Schüler helfen Schülern) hat es Kontakte zu mehreren Schulen gegeben. Bis heute jedoch sind nach langwierigen Vorbereitungen dank des Einsatzes einer Sozialpädagogin drei verbindliche Schülerpartnerschaften an der Gustav-Heinemann-Sekundarschule in Marienfelde zu Stande gekommen, die von der Stiftung finanziert wurden. Die notwendigen Rahmenvereinbarungen mit der Schule sind allerdings immer noch nicht unterzeichnet worden (Zeitrahmen, Vergütung,  Abrechnung).

An einer weiteren Schule ist eine Partnerschaft entstanden, die jedoch ohne finanzielle Unterstützung der Stiftung auskommt.

Es wurden bereits viele Kontakte zu Schulen aufgebaut, die Interesse an einer Schülerhilfe gezeigt haben. Viele dieser Gespräche haben noch nicht zu konkreten Ergebnissen geführt, da vor Ort Betreuer für das Projekt  fehlen.

Ein „Ableger“ KUNA vom Pfefferwerk e.V. in Berlin wird wahrscheinlich mit uns zusammen ein schulübergreifendes ShS-Projekt im Brunnenviertel auflegen.

Das Projekt „Komm, spiel mit mir“ (soziales Lernen durch Spiel für Kleinkinder), in dem Eltern von Kleinkindern unter fachkundiger Anleitung mit den Kindern spielen, ist beim Nachbarschaftsheim Mittelhof in Berlin Zehlendorf und bei zwei Kindertagesstätten in Neukölln vorgestellt worden, aber eine konkrete Umsetzung ist noch nicht gelungen.

Das Projekt „Die Musik nicht aufgeben“ hat in zwei Fällen über die Musikschule City-West Kontakt zu Schülern aufgenommen, deren musikalische Weiterbildung aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten zu enden drohte. Boo M., ein 20jähriger junger Mann, hat kurz nach dem Abitur die Zwischenprüfung zur Vorbereitung auf die Aufnahmeprüfung an der UdK bestanden. Die Kursgebühren in Höhe von monatlich 115 Euro werden seit Juli 2012 von der Stiftung getragenen. Auf unseren Vorschlag hin hat er ein Praktikum an der Gustav-Falke-Grundschule begonnen und wird zum Vergleich ein weiteres Praktikum an der Gustav-Heinemann Sekundarschule absolvieren, um die Möglichkeit der Berufswahl Musiklehrer an Schulen zu überprüfen.

Einem 11jährigen Schüler, der seit vier Jahren von einem  Schlagzeuglehrer unterrichtet und betreut wird, drohte die Beendigung seines Unterrichts, weil die Erziehungsberechtigte den Unterricht nicht bezahlen kann. Da der Junge zu seinem Lehrer ein Vertrauensverhältnis aufgebaut hat, das ihn stabilisiert, wurden nach Abschluss der Formalien 50% der Kosten für die Weiterführung des Unterrichts von der Stiftung übernommen, die Musikschule gewährt einen Rabatt von 30% und die Mutter trägt 20%.

Die weitere Projektvorstellung und Kontaktsuche zu Musikschulen mittels Informationsblatt und durch postalische Unterrichtung über das Projekt ist in Vorbereitung.

Eine Unterstützung des Gemeinschaftshauses Morus 14 im Rollbergviertel Neukölln mit monatlich 300 Euro wurde beschlossen, ebenso die monatliche Unterstützung einer von Verschleppung und Zwangsheirat bedrohten Schülerin mit monatlich 600 Euro bis zum Abitur im Juni2013. Kostenmäßig wirken sich diese Beschlüsse erst ab Januar 2013 aus.

Die Stiftung konnte, wie geplant,  bisher durch ausschließlich ehrenamtliche  Arbeit  mit  minimalen Kosten (z.B. für  unvermeidbare Kontoführungsgebühren) auskommen. 

Entwicklung des Stiftungskapitals

Das Stiftungskapital ist in diesem Jahr durch Zustiftungen erheblich angewachsen, das zusätzliche Kapital wurde nach zeitraubenden Recherchen relativ sicher, aber dennoch rentabel angelegt.

Insgesamt wurden vom Stifter im Jahr 2012 zusätzlich zu den bisher gestifteten 92.000 Euro weitere 73.00 Euro in die Stiftung eingebracht. Durch weitere Zustiftungen im laufenden Jahr in Höhe von 59.300 Euro erhöhte sich das Stiftungskapital bedeutsam. Es betrug 113.500 Euro am 1. Januar 2011 und 245.800 Euro am 31. Dezember 2012.

Die Kapitalanlagen setzen sich aktuell wie folgt zusammen:

Neben dem schon im Stiftungsgeschäft vorgesehenen Übertrag der Beteiligung am Fonds 204 der Hannover Leasing (Feuerwache Mühlheim) kaufte die Stiftung  von der Firma P und R 14 Standard-Container, die dort verleast werden, für einen Gesamtpreis von 31.276 EUR. Der im Stiftungsgeschäft vorgesehene Betrag von 30.000 EUR musste bei dieser Kapitalanlage überschritten (oder unterschritten) werden, weil Bruchteile der Container naturgemäß nicht erwerbbar sind. Der Beginn der Leasingeinnahmen ist der 9.12.2011.

Der vorgesehene Kauf der Eigentumswohnung (Wg. 6) in Fürstenwalde konnte aus technischen Gründen erst 2012 vollzogen werden (Übergabe von Nutzen und Lasten am 1.2.2012). Der Kaufpreis war am Stichtag 1.1.2012 noch als Liquidität auf dem Stiftungskonto, ebenso die Zustiftungen aus 2011.

Kapitalanlagen 31.12.2012

(2011) Beteiligung Fonds 204 / Feuerwache                                  30.000 Euro

(2011) P&R Container (14 Container)                                            31.276 Euro

ETW Fürstenwalde (Wohnung 6)                                                  32.224 Euro

Beteiligung Silvirom Waldfonds 2                                                  20.000 Euro

ASUCO 3 Zweitmarktfonds                                                          30.000 Euro

Wertpapiere JUWI                                                                       10.000 Euro

Wertpapiere PCCI                                                                       10.000 Euro

Wertpapiere ENERTRAG                                                             10.000 Euro

P&R Container (10 Container)                                                      22.330 Euro

ETW Fürstenwalde (Wohnung  22)                                                41.067Euro 

                                                                                                        236.897 Euro

ferner Bankguthaben                                                   

Angesichts der zu erwartenden Anlaufschwierigkeiten einer Stiftung ist der Einsatz des Stiftungskapitals zum Nutzen der Zielgruppe im Verhältnis zum Arbeitsaufwand bisher unbefriedigend, da die Stiftung im Kalenderjahr 2012 nicht die Mittel ausgeben konnte, die ihr dafür zur Verfügung standen. Die Fortschritte sind auch deshalb langsam, weil die Stiftung ehrenamtliche Arbeit leistet und für alle Projekte ebenfalls ehrenamtliche Mitstreiter/innen gewonnen werden sollen.

Die Stiftung ist jedoch von den Stiftungsmitgliedern und Verbündeten in vielen Einrichtungen und Kiezen bekannt geworden und wird durch eine zukünftige PR- Arbeit weiter bekannt werden, so dass der Bedarf schneller und konkreter an die Stiftung herangetragen werden dürfte.