Am Anfang jeden Jahres stellt die Stiftung Spenden- (bzw. Zustiftungs-) Bescheinigungen für das Vorjahr aus, die bei der Einkommensteuer-Erklärung einzureichen ist.
Spenden und Zustiftungen bis zu 20% des Gesamtbetrags der Einkünfte im Jahr werden steuerlich anerkannt (oder – bei Firmen – bis zu 4% der Lohn- und Gehaltssumme; §10b Absatz 1 des EStG).
Für Stiftungen oder Zustiftungen kann zusätzlich hierzu alle 10 Jahre einmalig ein Betrag bis zu 1 Mio € geltend gemacht werden, der steuerlich auf bis zu 10 Jahre verteilt werden kann (§10b Absatz 1a des EStG).
Die Höhe der Steuerersparnis richtet sich nach dem Grenzsteuersatz, der aus der folgenden Tabelle abzulesen ist (Quelle: Einkommenssteuer-Gesetz in der Fassung vom 8.10.2009 – geringfügige Änderungen vom 8.5.2012 betreffen nicht den §10).

Beispiel: Ein lediger Arbeitnehmer mit einem Bruttoeinkommen von 38.000€ hat laut Steuerbescheid ein zu versteuerndes Einkommen von rund 35.000€. (Hierbei wurden folgende Zahlen angenommen: Werbungskosten 1044€. Vorsorgeaufwendungen 2001€, Sonderausgaben 36€ – bei weiteren Einkünften oder Abzugsbeträgen ergibt sich eine höheres oder niedrigeres zu versteuerndes Einkommen.)
Nach der Grundtabelle entspricht dies einem Grenzsteuersatz von 37,8%. Für jeden Euro Spende beträgt die Steuerersparnis also ca. 38 Cent.
(Bei höheren Spenden ist zu beachten, dass durch die Spende selbst das zu versteuernde Einkommen und damit der Grenzsteuersatz sinken. Bei einer Spende von 3001€ führt im obigen Beispiel der „letzte Euro“ nur noch zu einer Ersparnis von ca. 36 Cent – entsprechend dem Grenzsteuersatz bei 32.000€.) Angaben ohne Gewähr.