Einnahmen- und Ausgabenrechnung
für die Zeit vom 01.Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2014


Die Stiftung Markstein hat im Kalenderjahr 2014 ihre satzungsgemäße Tätigkeit weiter ausgeweitet.

Nach wie vor wird die Arbeit ausschließlich ehrenamtlich organisiert und koordiniert – ohne Geschäftsstelle und bezahltes Personal. Das war nur möglich, weil punktuell immer wieder Unterstützer gewonnen werden konnten, die Zeit „spendeten“. Die Arbeitsbelastung von Vorstand und Kuratorium ist dabei jedoch zu hoch, und es muss weitere Entlastung und personelle Verstärkung geben.

Der am weitesten entwickelter Bereich ist weiterhin die Förderung junger Musiker aus sozial benachteiligten Familien. Neben den Bläserklassen G.-Heinemann-Schule (derzeit 16 geförderte Schüler) sind Bläserklassen der L.-D.-Clayschule hinzugekommen. Da die Stiftung inzwischen bei Musikschulen bekannt ist, gab es etliche neue Förderanträge aus Charlottenburg/Wilmersdorf, Tempelhof-Schöneberg, Spandau und Steglitz-Zehlendorf, die überwiegend bewilligt wurden (derzeit Förderung von etwa 40 Musikschülern). Darunter ist auch ein Jugendlicher mit intellektuellem Förderbedarf, aber außergewöhnlicher Begabung für Musik, der Klavierunterricht erhält.

Die Stiftung hat 2014 zwei Konzerte mit den besonders leistungsfähigen von ihr geförderten Musikschülern organisiert, jeweils im Kreativhaus in Mitte, darunter ein vierstündiges Instrumentalprogramm im Rahmen der Féte de la Musique.

Die Zusammenarbeit mit dem Nachhilfeprojekt Elhana wurde verstärkt (3.600 EUR Zuschuss) und das Nachhilfeprojekt Elisi Evi neu in die Bezuschussung aufgenommen. Dagegen wurde die Unterstützung des Nachhilfeprojekts des Vereins Morus 14, wie im Wirtschaftsplan vorgesehen, sukzessive zurückgefahren und schließlich beendet, weil der Verein durch andere Finanzierung inzwischen seinen finanziellen Engpass überwunden hat.

Das Projekt Schüler helfen Schülern (ShS) an der Gustav-Falke-Schule in Kooperation mit der Ernst-Reuter-Schule wurde fortgesetzt. Für weitere ShS-Projekte an anderen Schulen und die Einrichtung von >Spiel-mit-mir-Kursen< gab es etliche Kontakte mit Schulen und gemeinnützigen Organisationen. Jedoch war eine Umsetzung bisher aus organisatorischen Gründen nicht möglich.

Einige Veranstaltungen und Projekte anderer Träger wurden finanziell unterstützt, wie z.B. ein Workshop im Rahmen der >Kindermagistrale< in Tiergarten-Süd und die Teilnahme von vier Jugendlichen an zwei Bildungsreisen durch Bezuschussung ermöglicht.

Die Stiftung hat auf Grund eines ausgesprochen erfolgreichen Kapitalmanagements 4,26% Ertrag aus dem vorhandenen Kapital erwitrtschaftet (in diesen zinsarmen Zeiten hervorragend!). Damit war es möglich, im Berichtszeitraum 18.079,97 EUR für satzungsgemäße Zwecke auszugeben, nach 12.752 EUR im Vorjahr. Somit konnte die Tätigkeit deutlich ausgeweitet werden. (Die Ausgaben haben die eigene Zielsetzung nach Wirtschaftsplan 2014 erfüllt - geplant waren 16.710 EUR - wenn auch z.T. anders verwendet - mehr Ausgaben für Musik, teilweise andere Förderungen, z.B. Kindermagistrale). Die Realisierung des Mitteleinsatzes für die satzungsmäßigen Ziele der Stiftung erforderte einen erheblichen Aufwand, der durch unentgeltliche Arbeit der ehrenamtlichen Organisatoren geleistet wurde.

Das Stiftungskapital ist 2014 durch Zustiftungen in Höhe von 100.731 EUR angewachsen (davon 80.000 EUR vom Stiftungsgründer) und betrug per 31.12.2014 EUR 439.465,22. Die Auswahl der Kapitalanlagen erfolgte satzungsgemäß durch Beschluss des Vorstands nach umfangreicher und gewissenhafter Recherche von Vorstands- und Kuratoriumsmitgliedern. Dabei wurden ethische Kriterien berücksichtigt.

Ausblick: Die Stiftung ist weiterhin auf gutem Weg, braucht aber unbedingt weitere personelle Unterstützung für die vielfältigen Aufgaben. Ein Schwerpunkt soll in die Entwicklung des Bereichs ShS gelegt werden.